ART-Biotüte: NABU sagt "NEIN DANKE"

 

 

Aus Umweltgründen lehnen die NABU-Gruppen der Region Trier, Daun, Kylleifel, Südeifel und Wittlich gemeinschaftlich das vom Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (ART) eingeführte Bringsystem für Bioabfälle (Biotüte) ab.

 

 

 

Trierer Sonderweg

 

Abgesehen von den mit der Nutzung der Biotüte für die Bürger verbundenen Unannehmlichkeiten sind es vor allem der mit dem System verbundene Individualverkehr, die fehlende Rückführung der Bioabfälle in den Naturkreislauf und die offensichtliche Missachtung gesetzlicher Vorgaben, die aus Sicht eines Naturschutzverbandes gegen die Biotüte sprechen. Der NABU fordert daher den ART und die politischen Entscheidungsträger auf, das Modell Trier Plus mit Biotüte aufzugeben und stattdessen die Biotonne baldmöglichst im gesamten ART-Bereich einzuführen. Damit könnte der ART auch seinen Sonderweg in Sachen Bioabfallbeseitigung beenden. Denn einzig und alleine im Bereich des ART sowie im benachbarten Kreis Birkenfeld gibt es in Rheinland-Pfalz ein solches Bringsystem wie die Trierer Biotüte. Ansonsten ist in allen anderen rheinland-pfälzischen Kreisen und Städten die Biotonne etabliert.

 

 

 

Zusätzlicher Individualverkehr

 

Damit das Trierer System überhaupt richtig funktionieren könnte, müssten es alle Bürger nutzen. Dies würde jedoch zu einem enormen Individualverkehr führen. Dies ist in einer Zeit, in der im Hinblick auf den Klimawandel alle Anstrengungen unternommen werden müssen, den Individualverkehr zurückzuführen, völlig inakzeptabel. Die Vorschläge des ART zur Vermeidung dieses Individualverkehrs sind realitätsfern.

 

 

 

Entsorgung in der Restmülltonne

 

Beteiligen sich die Bürger wegen den mit der Biotonne verbundenen Unannehmlichkeiten jedoch nicht und entsorgen stattdessen ihr Biogut in die Restmülltonne, geht es auf dem Umweg über die mechanisch-biologische Trocknungsanlage (MBT) in Mertesdorf als Ersatzbrennstoff in Kraftwerken in Flammen auf. Der Gesetzgeber hingegen verlangt eine Rückführung der wertvollen Ressource Bioabfall in den Naturkreislauf. Deswegen fordert der Gesetzgeber, dass Bioabfälle getrennt vom Restmüll einzusammeln sind.

 

 

 

Rechtliche Bedenken

 

Der ART selbst teilt in seinem Internetforum Biotüte mit, wegen der gesetzlichen Verpflichtung „dürfte es keine Kommunen mit gemeinsamer Einsammlung geben“. Aber es gibt sie: Trier, Konz, Bitburg, Daun, Wittlich, Saarburg und all die vielen hundert Kommunen der zugehörigen Landkreise. Dort können Küchenabfälle und Nahrungsreste gemeinsam mit Restmüll in der Restmülltonne entsorgt werden. Die Abfallverordnung des ART lässt es zu. Es stellt sich daher die Frage, ob das ART-Modell überhaupt rechtskonform ist.

 

 

 

Positive Erfahrungen mit Biotonne

 

Die positiven Erfahrungen, die die Bürger des Landkreises Vulkaneifel in den letzten rund 20 Jahren mit der Biotonne gemacht haben, belegen nachdrücklich, wie wenig stichhaltig die Argumente waren, mit denen seinerzeit die Biotonne im übrigen Trierer Raum verunglimpft wurde – Stichwort „stinkende Madentonne“. Wir bitten Sie daher, sehr geehrtes Kreistagsmitglied, sich nicht nur für die Beibehaltung der Biotonne im Landkreis Vulkaneifel einzusetzen, sondern auch für deren Einführung im gesamten Bereich des ART.

 

 

 

Kontakt: Hans-Peter Felten, Tel. 06592/3163, E-Mail felten.daun@t-online.de

 

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