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Gebäudebesitzer für Projekt "Schwalbenfreundliches Trier" gesucht: Nisthilfen für Schwalben und Mauersegler abzugeben

Wollen Sie Schwalben und Mauerseglern helfen? Ihnen an ihrem Gebäude im Trierer Stadtgebiet einen Brutplatz anbieten? Dulden Sie Nisthilfen an ihrem Gemäuer? Kommen in Ihrer direkten Nachbarschaft Brutkolonien vor oder haben Sie selbst Nester am Haus?

 Mit dem Gemeinschaftsprojekt "Schwalbenfreundliches Trier" setzen sich NABU Region Trier, Deutscher Alpenverein Sektion Trier und StadtGrün Trier zusammen für den Schutz von Schwalben und Mauerseglern ein. Im Rahmen des Projektes werden im kommenden Jahr Nisthilfen an Gebäuden im Trierer Stadtgebiet befestigt. Interessierten Bürger*innen werden kostenlos Kunstnester und Kotbretter von NABU und Alpenverein bereitgestellt und im Februar 2023 an den gemeldeten Privatgebäuden angebracht, sofern der Standort dafür geeignet ist.

 "Mehlschwalben nutzen überwiegend Dachüberstände zum Nestbau, Rauchschwalben hingegen brüten im Inneren von Gebäuden, insbesondere in Ställen, aber auch in Garagen, Schuppen und Werkstätten", erklärt Christian Thesen, Abteilungsleiter bei StadtGrün Trier. "Mauersegler bevorzugen als Höhlenbrüter Mauerspalten und -ritzen an hohen Gebäuden".

 Alle drei Vogelarten finden im Trierer Siedlungsraum und in Nähe zur Mosel und anderen Gewässern optimale Bedingungen für Nestbau und Nahrungssuche. Dennoch schwindet ihr Brutraum. Mauersegler sind durch die Sanierung von Gebäuden in ihrem Bruterfolg eingeschränkt, häufig werden die Zugänge zu Dachhohlräumen verschlossen oder Dächer zu Wohnraum ausgebaut. Mehlschwalben haben mit Vergrämungsmaßnahmen, illegaler Nestentfernung und dem Fehlen geeigneter Gebäudeflächen zu kämpfen. Durch die Aufgabe von Ställen, offenen Schuppen und anderen Gebäuden haben es Rauchschwalben schwer. Hinzu kommt der Klimawandel: Feuchte Bodenstellen, Pfützen und Tümpel werden als Lehmquellen für den Nestbau knapp und durch Trockenheit und Hitze fallen Nester ab.

 Gudrun Zolitschka, Schwalbenbeauftragte des NABU Region Trier und Naturschutzreferentin des Deutschen Alpenvereins Sektion Trier, übernimmt bei diesem Projekt ehrenamtlich die Koordination. Sie ist Ansprechpartnerin für die Öffentlichkeit, sammelt die Standorte und freut sich begeistert: "Dieses Projekt ist ein toller Beitrag zur Förderung der Biodiversität in Trier und ich bin sehr froh, dass dieses Projekt in Kooperation mit StadtGrün Trier stattfinden kann."

 

So läuft die Bewerbung für Nisthilfen:

 Interessent*innen können sich mit folgenden Angaben und dem Betreff "Schwalbenfreundliches Trier" bis 15. Dezember für Nisthilfen bewerben per email unter schwalben@nabu-regiontrier.de oder per Post bei NABU Region Trier, z.H. Gudrun Zolitschka, Pfützenstr. 1, 54290 Trier:
- Name, Anschrift, Telefonnummer, email-Adresse
- Straße und Hausnummer des Hauses, an die Nisthilfen angebracht werden sollen
- Angabe der Vogelart, für die Nester gewünscht sind incl. Anzahl der gewünschten Nester
- Anzahl der bereits vorhandenen Nester am Haus
- Anzahl der Nester in direkter Nachbarschaft
- ggf. Fotos abgefallener, eigener und benachbarter Nester

 

HIer finden Sie ausführliche  Informationen über Schwalben und Mauersegler

 


Gesucht:                                                                                        Teilnehmer*innen für Ausbildung Kita-Naturbotschafter*in

Die NABU Regionalstelle RLP-West startet 2023 eine zweijährige Ehrenamts-Ausbildung als Kita-Naturbotschafter*in. Die Ausbildung richtet sich an Seniorinnen und Senioren, die Lust haben, in Paten-Kitas ehrenamtlich mit Kindern kleine Biotope für die heimische Natur zu schaffen. Sie umfasst acht Workshops und drei Erfahrungsaustausche und wird vom Bundesprogramm Biologische Vielfalt und dem Umweltministerium RLP gefördert. Es sind noch Plätze frei. Interessierte können sich bewerben mit Lebenslauf und Motivationsschreiben.
Infos: NABU Regionalstelle RLP-West, Sarah Peters, Tel. 0651-1708819, E-Mail: Sarah.Peters@NABU-RLP.de oder www.kita-naturbotschafter.de.
 

NABU - Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Biotop- und Umweltschutz

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© NABU/Manfred Weishaar
© NABU/Manfred Weishaar

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Stand: 22/09/2022